Sorgen ernst nehmen: Die Völser Volkspartei spricht sich ausdrücklich für das Projekt Bildungsstandort Dorf in der Marktgemeinde Völs aus. Für einen sicheren, finanzierbaren und gut geplanten Um- und Neubau am Bildungsstandort Dorf!
Zukunftsprojekt mit außergewöhnlicher Tragweite
In Völs wird derzeit ein Großbauprojekt mit einem Investitionsvolumen von 17,1 Mio. Euro zur Verbesserung der Kinderbildungs- und Kinderbetreuungssituation geplant. Zur Begleitung setzte die Marktgemeinde Völs in ihrer konstituierenden Sitzung 2022 den Sonderbauausschuss Bildungsstandort Dorf ein, in dem alle im Gemeinderat vertretenen Parteien mitwirken.
Am Standort der Volksschule soll ein Bauvorhaben mit rund 4.550 Quadratmetern Nutzfläche und einem Bruttorauminhalt von etwa 18.500 Kubikmetern entstehen. Zu Beginn des Prozesses wurden die bestehende Bausubstanz analysiert und das Raumprogramm mit den pädagogischen Einrichtungen sowie der Bildungsdirektion festgelegt. Anschließend erfolgte die Prüfung, ob die geplante Kubatur auf dem bestehenden Areal realisierbar ist und die Finanzierung gesichert werden kann.
In die Vorbereitung der Ausschreibungsunterlagen flossen drei Jahre intensiver Planungsarbeit ein – mit hunderten Arbeitsstunden, Exkursionen, zahlreichen Sitzungen und Beschlüssen im Sonderbauausschuss und Gemeinderat. Der Prozess wurde von Expertinnen und Experten begleitet und umfasste Überlegungen zu Sicherheit, Kosten, Raumprogramm, pädagogischen Konzepten, Machbarkeit, Nachhaltigkeit, Synergien und Finanzierbarkeit.
Zahlreiche Abstimmungen und Vorprüfungen erfolgten mit dem Land Tirol, den Architektinnen und Architekten, der Bildungsdirektion und der Abteilung Gemeinden. Dabei wurden auch pädagogische Konzepte sowie die demografische Entwicklung – insbesondere Geburtenrate und Überalterung in der Seesiedlung – berücksichtigt.
Geplant sind Adaptierungen in der Volksschule sowie Zu- und Neubauten für die beiden Kindergärten und die Kinderkrippe am Standort Dorf. Vorgesehen sind zudem Bewegungs-, Multifunktions- und Teilungsräume, Allgemeinflächen wie Zentralgarderobe und Aula, Büro- und Unterrichtsräume sowie Bereiche für Schulische Tagesbetreuung, Mittagstisch und Turnsaal, ein Dorfplatz mit Tiefgarage.
Die aktuellen Unterlagen bilden die fünfte Projektvariante. Vier zuvor geprüfte Varianten – darunter Neubau und Generalsanierung der Volksschule – wurden aus Kostengründen verworfen. Die gewählte Variante entstand nach einer Priorisierung der Anforderungen.
Petition übergeben
Am 24. November 2025 wurde der Gemeinde von der Elternvertretung der Volksschule Völs per E-Mail eine Petition samt Fragenkatalog übermittelt. Von den insgesamt 733 Unterstützungsbekundungen der anonymen Online-Petition stammte 1/3 nicht aus Völs. 475 Völser:innen nahmen an der Abstimmung teil.
Die Petition, die in den vergangenen Wochen in Völs breite Diskussionen ausgelöst hat, ist allgemein gehalten und deckt sich in vielen Punkten mit den Ergebnissen des Sonderbauausschusses (Sicherheit der Kinder, Turnsaal Nutzung, durchdachtes Konzept, …). Unterschiede zeigen sich im Bereich der geplanten Tiefgarage. Aus Sicht der VP stellt sie einen unverzichtbaren infrastrukturellen Bestandteil des Dorfzentrums dar, dessen Umsetzung als notwendig erachtet wird. Im zuständigen Sonderbauausschuss wurde das Vorhaben mit 6:1 Stimmen befürwortet. Nach Einschätzung des Gremiums ist ohne diese Maßnahme keine langfristig tragfähige Lösung für die gesamte Schul-, Bildungs- und Dorfplatzinfrastruktur gewährleistet.
Viele Fragen des Katalogs können derzeit (noch) nicht beantwortet werden, da sich das Bauprojekt noch in der Ausschreibungsphase befindet.
Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen manche Mauern und andere Windmühlen
Nach Klärung der finanziellen Machbarkeit, der Förderstruktur und der Prioritäten wird nach vier verworfenen Varianten die vorliegende „Studie 2“ als einzige umsetzbare Variante weiterverfolgt. Dazu liegt ein gültiger einstimmiger Gemeinderatsbeschluss vor.
In der öffentlichen Diskussion kursieren derzeit einige unzutreffende Informationen, etwa zur angeblich geplanten Umkehrschleife in der Kranebitterstraße oder zur Behauptung, ein geordneter Unterricht sei ohne Sanierung nicht mehr möglich. Solche Aussagen sind sachlich nicht korrekt und erschweren eine faktenbasierte Auseinandersetzung im Ort.
Der von den Initiatorinnen und Initiatoren der Online-Petition übermittelte Fragenkatalog umfasst 55 Punkte. Ein Teil davon kann erst beantwortet werden, sobald nach Abschluss des Ausschreibungswettbewerbs ein konkretes Architekturprojekt vorliegt. Erst mit einem konkreten Bauprojekt kann über Bauphasen, Adaptierungen und eine sichere Baustelleneinrichtung im Detail diskutiert werden.
„Als Völser Volkspartei unterstützen wir das vorliegende Projekt geschlossen, da damit sämtliche bestehenden Lücken in der Kinderbetreuung und Kinderbildung geschlossen werden.“
Ein Bauvorhaben dieser Größenordnung ist naturgemäß mit Lärm, notwendiger Flexibilität und zeitweiligen Beeinträchtigungen verbunden. Es wird bereits geprüft, wesentliche Bauphasen in unterrichtsfreie Zeiten zu legen. Solche temporären Belastungen sind der Preis für eine zukunftsorientierte Infrastruktur, von der Kinder, Eltern sowie Pädagoginnen und Pädagogen langfristig profitieren.
Für die Marktgemeinde Völs stellt das Projekt sowohl finanziell als auch in Umsetzung und Koordination eine enorme Herausforderung dar.
Dennoch hat sich der Gemeinderat dazu entschlossen, 17,1 Millionen Euro in die Kinderbildung und -betreuung zu investieren.
Neben dem aktuellen Bauvorhaben erfordern aber auch die Mittelschule, der Kunstrasenplatz, die Gesundheitsdienste und die Wasserversorgung mittelfristig bis langfristig erhebliche Investitionen.
Mit dem vorliegenden Bauvorhaben entstehen die dringend benötigten Räume und Strukturen, die sowohl den Bedürfnissen der Kinder und des pädagogischen Personals entsprechen und zugleich wirtschaftlich vertretbar sind.


